Eindrücke von meinem spirituellen Weg

back to silence and solitude

nach 3 Wochen Pilgerreise in Nordindien in der Gruppe bin ich nun wieder in meinem Häuschen in  Varkala/Odayyam angekommen und genieße die Stille...mal mehr, mal weniger.

Ich muss sagen, es ist vorallem heiß hier ~ und wenn es das Meer nicht gäbe, wäre es kaum auszuhalten. Leider sind die Wellen in diesem Jahr etwas hoch, so dass ich jetzt immer zu einem anderen Beach radle. Aber die Abkühlung tut gut, wenn man ansonsten immer nur schwitzt. Das kalte Wasser in der Dusche ist leider auch nicht kalt, da es von der Sonne aufgeheizt wird. Zum Glück gibt es einen Ventilator im Zimmer, aber leider nicht auf der Veranda und am Strand weht ein kühlendes Lüftchen. Ich kann euch gerne etwas von der Wärme hier nach hause schicken.

 

Unity in Diversity ~ Nordindienpilgerreise in der Gruppe

Hier eine Kurzfassung der Eindrücke von unserer Pilgerreise auf dem Pilgerweg des Vertrauens durch Indien. Wir waren 3 Wochen unterwegs in dieser fremden Welt in Begegnung mit dem Land, den Menschen, Begegnung auch mit unseren eigenen Bedürfnissen und Grenzen. Vorallem war es eine Begegnung mit unterschiedlichen Weltreligionen. Von Delhi aus ging unsere Reise nach Rishikesh am Ganges, einem wichtigen Pilgerort und Zentrum des Yoga am Fuße des Himalaya. Dann ging es am Ganges entlang weiter nach Varanasi ~ der heiligsten Stadt der Hindus ~ für mich eine Quelle des Lichts *** Von Varanasi aus ging es dann weiter nach Bodhgaya, dem Ort wo Buddha erleuchtet wurde, dem Ort wo der Buddhismus seine Ursprung hat und somit wichtiger buddhistischer Pilgerort gar nicht weit von Varanasi entfernt. Als Letztes haben wir uns dann noch dem Islam zugewandt. In Agra haben wir das berühmte Taj Mahal besucht, das Grabmal eines muslimischen Herrschers für seine Lieblingsfrau und wir haben zwei Moscheen besucht und zum Schluss dann noch in New Dehli einen wunderschönen Sikhtempel.

Indien ist nicht nur das Land, wo verschiedene vorallem auch alte Weltreligionen ihren Ursprung haben und weitgehend friedlich in einer der größten Demokratien der Welt zusammenleben. Das Motto dieses Landes ist UNITY in DIVERSITY, das ist vorallem interessant und ich finde für uns ein interessantes Modell, von dem wir viel lernen können. Dabei geht es nicht darum, wer recht hat und welche Religion die Richtige ist. Es ist eine Kultur des Respektes ~ es geht darum die ANDERSARTIGKEIT des Anderen zu Respektieren. Die Verschiedenheit wir als Reichtum verstanden und als Gnade, als Schönheit....weil man davon ausgeht, dass letztendlich alle Religionen zum gleichen Ziel führen.

In den Veden, den alten indischen Schriften heißt es dazu:

"Obwohl verschiedene Ströme verschiedenen Quellen entspringen, mischen sich ihre Wasser im gleichen Meer. O Gott, die Wege, denen die Menschen folgen mögen verschieden sein, sie führen jedoch alle zu Dir.

Atharva Veda

Der erste Schritt in unserer westlichen Welt wäre, dass wir Christen aufhören uns darüber zu streiten welche christliche Konfession denn nun die Richtige ist. Solange wir nicht in der Lage sind verschiedene Konfessionen als Bereicherung wahrzunehmen und das Gemeinsame dahinter zu sehen, wie können wir da auch nur den geringsten Beitrag zu einem friedlichen Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen leisten?

Ich hoffe, dass die Pilgerreise dafür einen Beitrag leisten konnte. Begegnung mit anderen Weltreligionen  ~ auf dem Pilgerweg des Vertrauens den eigenen Weg gehen und  im respektvollen Miteinander die Schönheit in der Vielfalt wahrnehmen im Vertrauen auf die Einheit.

 

Besuch im Ashram

Gestern war ich für einen Tag zu Besuch bei AMMA im Ashram in Amritapuri. Es war wunderbar. Venu mein Flötenlehrer hat mich auf die Idee gebracht hinzufahren. Und dann kommt da zu der Erfahrung der Schöpfung und der Elemente des Lebens noch ganz klar die spirituelle Erfahrung hinzu. Hier in Odayyam bin ich abends eher alleine am Strand zur Meditation. Da ist es schon schön zu erleben, dass im Ashram mehrere hundert Menschen abend noch bei Sonnenuntergang am Strand meditieren. Eine besondere Energie und Verbundenheit im Geist. Das spirituelle Sein, das da im Ashram in den Herzen der Menschen zum Leben erweckt wird. Tausende von Menschen aus allen Teilen der Erde. Es war ein Tag voller Begegnung mit einem Paar als La Gomera, Lotta aus Schweden, aber auch einer Frau aus Korsika, aus Finnland, der Tschecheslowakei, Jordanien.... Es hat mich bestärkt auf meinem spirituellen Weg weiterzugehen.

Danke AMMA!!!

Feuer~Wasser~Luft~Erde

Das Leben hier ist unmittelbar verbunden mit den Elementen des Lebens.

Angefangen habe ich darüber nachzudenken, über die Verbindung zur ERDE. Als ich hier ankam in meinem Häuschen vor gut einer Woche, da war es für mich zuerst eine Überwindung meine Füße, die nun seit Monaten in Socken und Schuhen verpackt waren hier auf diesen Boden zu setzen, den ich als schmutzig empfand. Zum Glück änderte ich dieses Gefühl schon am nächsten Tag und jetzt ist es natürlich so, dass meine Füße den ganzen Tag in Flipflops oder barfuß unterwegs sind. Immer eng im Kontakt mit der Erde, dem Staub und dem Sand. Wenn ich dann jetzt nach Hause komme gehört ein wenig Staub, Erde und Sand an meinen Füßen auch zu mir.

Als nächstes ist mir natürlich das Wasser eingefallen, das MEER mit seinen Wellen, aber auch das kühlende Wasser der Dusche. Das Wasser gehört natürlich auch ganz eng zu meinem Leben hier. Jeden Morgen gehe ich zuerst mal eine Runde schwimmen. Ich höre die Wellen hier von meiner Veranda aus, wie sie kommen und gehen und es ist völlig normal, dass man sich hier in diesem heißen Land mehrmals täglich kurz abduscht….Ohne Wasser wird es hier sehr schnell unerträglich.

Dann kommen wir zur Sonne dem Element Feuer. Sie ist hier natürlich allgegenwärtig mit ihrer Wärme aber auch einer großen Hitze. Ab 10.00 Uhr morgens hält man sich besser im Schatten auf, da ist es allerdings dann sehr angenehm warm.

Und als letztes kommt dann noch das Element Luft. Zuerst ist mir dazu gar nichts eingefallen. Doch inzwischen ist mir klar, dass das Element Luft hier auch eine ganz wesentliche Rolle spielt. Zum einen spielt sich das Leben hier vor allem draußen ab, also in der frischen Luft und es ist natürlich auch die Luft, die wir atmen. Besondere Bedeutung hat hier aber die kühlende Funktion der Luft, die kühle Brise am Meer, das Kühlende Lüftchen es Ventilators, der aus dieser Welt nicht wegzudenken ist, aber auch auf dem Motorrad, in der Rikscha, im Bus oder im Zug. Nirgends gibt es Fensterscheiben. Überall ist alles offen und jeder freut sich an dem kühlen Luftzug.

Unmittelbar heißt, dass man ganz unmittelbar von den Elementen berührt wird und auch die Konsequenzen spürt, wenn mal der Strom nicht geht und der Ventilator ausfällt oder wenn man keinen Schatten findet… In Nordindien habe ich auch die Kälte ganz unmittelbar erlebt. Damals haben die Leute dort zu mir gesagt, Du kommst aus Deutschland, Du kommst aus einem kalten Land. Und da ist mir erst klar und deutlich spürbar geworden, was es heißt, den Elementen ausgesetzt zu sein. Und was 5 Grad Celsius bedeuten, wenn man keine Heizung hat und die Sonne um 18.00 Uhr untergeht, da ist es nur noch kalt. Und im Zimmer ist es feucht, die Decke ist feucht und kalt und die ganze Nacht muss man irgendwie schauen, dass man nicht friert…. Zum Glück bin ich ja im Moment in diesem wunderbar heißen Klima und wenn ich am Samstag nach Nordindien fliege weiß ich zumindest, dass der Winter dort inzwischen auch vorbei ist.

 

 

 

Scouter fahren ist echt cool!~eine ganz neue Erfahrung heute ~ macht Spaß

back home in India

Seit 4 Tagen bin ich jetzt wieder in meinem kleinen Häuschen in Odayyam/Varkala. Ein Traum wieder hier zu sein. Doch das Ankommen war erst auch nicht ganz so einfach. Als ich ankam war keine Bettwäsche da, irgendwie kam mir mein Häuschen etwas schmutzig vor und die Küche ging gar nicht. Aber nach und nach kam dann die Bettwäsche, mein Kühlschrank, neue Töpfe, Tassen... Und seit heute habe auch wieder eine Hängematte. Jetzt ist alles gut und ich fühle mich ganz wunderbar hier. Mein Tag beginnt mit Yoga um 7.30-9.00 Uhr dann Baden im Meer und anschließend Frühstück in meinem Häuschen (Bananapancake mit Melone, Ananas oder Papaya). Heute war ich einige Stunden am Strand und ich freue mich, dass ich inzwischen ganz gut mit den Wellen zurechtkomme....Macht echt Spaß! Doch das Besondere ist die Atmosphäre hier die Kokosnusspalmen und der Kontakt mit den Menschen.

PILGERREISE INDIEN 2015 ~ es geht weiter...
31. Aug, 2014
Indien ist ein wunderbares und spirituell reiches Land, mit vielen wunderbaren Menschen....

Für alle, die mal etwas Schönes und Positives über Indien lesen oder sehen wollen, empfehle ich meinen Blog.

Ich war nun bereits 15 mal in diesem Land und von November 2013- April 2014 sogar knapp 6 Monate als Frau allein. Und ich kann sagen, ich habe so so viele positive Erfahrung in diesem Land gemacht, ich liebe dieses Land, seine Kultur, die so ganz anders ist und die Menschen.....
3. Apr, 2014
wieda dahoam
Seit gestern bin ich nun wieder im Lande. Freue mich so über das wunderbare Frühlingswetter hier, die Blüten, die angenehme Wärme (weniger Hitze), dass mich die Martina vom Flughafen abgeholt hat, über meine Wohnung, die ersten Begegnungen, das Fahrradfahren und den Frühling...was für eine wunderbare Jahreszeit...

Ich möchte jetzt an der Stelle nochmal ganz besonders all jenen danken, die mich geistig die letzten 5 1/2 Monate begleitet haben, die mir gute Gedanken und Energie geschickt haben und die für mich gebetet haben. Ich habe gespürt, dass ich nicht alleine bin.

"wer glaubt ist nicht allein" war übrignes das Motto des Papstbesuchs 2006 - und mit diesem Motto bin ich schon damals, also das erstemal nach Indien aufgebrochen und es hat sich für mich in Indien immer bewahrheitet.

Diesesmal war es Besonders, weil ich natürlich viel länger unterwegs war, aber auch weil ich mit den Worten Abrahams ausgesandt wurde. So möchte ich an der Stelle Pater Stefan Maria Huppertz aus der Pfarrei St. Anton in München ganz herzlich danken für den Segen und allen, die bei meiner Abschiedsfeier an der Jugendstelle dabei waren und mir ihren Segen mit auf den Weg gegeben haben!!!! Dieser Segen hat mich begleitet und getragen...

Die Auszeit in Indien war für mich eine segensreiche Zeit und ich bin reich beschenkt und glücklich zurückgekehrt, doch jetzt beginnt eigentlich erst so richtig das Abenteuer und die Herausforderung, denn jetzt geht es darum im Vertrauen auf Gott meinen Weg hier weiterzugehen - mich beruflich neu zu orientieren und mich teilweise selbständig zu machen... Jetzt wird´s wirklich spannend - eine echte Herausforderung. Ich freue mich darauf und hoffe, auch weiterhin auf die geistige Verbundenheit mit euch....

Wir alle sollen gesegnet sein.
Und gesegnet sollen wir segen sein...
30. Mär, 2014
DANK an euch...
Ich sitze gerade auf dem Bahnhof in Cochin und warte auf meinen Zug zurück nach Varkala. Morgen ist mein letzter Tag hier. Und ich möchte an dieser Stelle euch allen danken, die ihr an meiner Pilgerreise durch Indien teilgenommen habt. Es hat mich immer wieder motiviert mit dem Blog weiterzumachen, wenn ich gesehen habe, wieviele Menschen mit mir über den Blog verbunden sind. So hat es mir sehr viel Freude bereitet euch immer wieder an meinen Erfahrungen teilnehmen zu lassen. Manche Dinge habe ich dadurch vielleicht intensiver wahrgenommen bzw. reflektiert.
Ich freue mich jetzt nach 5 1/2 Monaten Indien wieder nach hause zurückzukehren und auch weiterhin mit euch in Kontakt zu bleiben.
Bin gespannt, was jetzt zuhause auf mich wartet....
Was ich vorhabe könnt ihr unter ...wie´s weitergeht... erfahren.
~~~ Krishna mit der Flöte ~~~
29. Mär, 2014
Hat jemand von euch spontan Zeit mich am Dienstag 1.4. um 13.25 Uhr am Flughafen abzuholen. Würde mich sehr freuen!!! Ich befürchte, dass ich diesmal leider zuviel Gepäck habe, um alleine mit der S-Bahn zu fahren... Bitte kurz per mail Bescheid geben. Es reicht völlig, wenn mich eine Person abholt...
Gestern war ich zum Abendessen in der Familie meines Flötenlehrers VENU GOPAL eingeladen***
die Schuhe haben mich nun seit Weihnachten, seit ich hier im Süden bin, durch INDIEN getragen *** happy toes*** - kann sie sehr empfehlen, gibt´s für nur 3,79€ beim dm
27. Mär, 2014
Mein Rückflug hat sich um einen Tag verschoben. Ich freue mich, dass ich mir dadurch Neu Delhi ersparen konnte und dass ich stattdessen noch vier Tage hier in Varkala in meinem Häuschen sein kann. Dass ich Zeit habe, mich in Ruhe hier von allen und allem zu verabschieden, Zeit nochmal um zur Ruhe zu kommen, Zeit um Kraft zu tuanken für die Herausforderungen, die auf mich warten..... und dann freue ich mich auf das Wiedersehen mit euch allen*****
~~~~Ich bereite mich auf meinen Abschied und Neubeginn vor~~~~
20. Mär, 2014
Juhu!! Ich habe wieder Wasser - zum Glück. Das war doch etwas heavy!!! Stattdessen hatte ich heute früh Stromausfall. Aber jetzt geht alles wieder. Und nach einem heftigen Gewitter heute - scheint auch sonst alles gereinigt und klar zu sein....Braucht´s scheinbar manchmal - und ist wohltuend!!!
19. Mär, 2014
Seit gestern habe ich kein Wasser mehr in meinem Häuschen und heute wird mir erst so richtig bewußt, was das bedeutet. Kein Wasser zum Duschen und das bei der Hitze, kein Wasser zum Zähneputzen, zum Händewaschen, für die Klospülung, zum Geschirrspülen.....
Es ist eine interessante Erfahrung mal wahrzunehmen für was wir alles Wasser benötigen. Und zwangsläufig bin ich jetzt gezwungen Wasser zu sparen.... Heute früh habe ich bei meinen Nachbarn Wasser in Plastikflaschen geholt. Aber zum Abspülen habe ich dann gleich mal 2 Liter verbraucht...

Der Brunnen hinter meinem Haus ist dabei auszutrocknen, weil es so heiß ist hier sinkt vermutlich der Grundwasserspiegel. Das hatte ich tatsächlich noch nie. Stromausfälle sind hier an der Tagesordnung - auch interessante Erfahrungen, weil man da ganz schnell mal von der Außenwelt abgeschnitten ist, wei man das Handy nicht mehr laden kann und auch das Internet und Kamera funktionieren bald nicht mehr, ganz abgesehen vom LIcht und vom Ventilator. In meinem Fall hier würde vorallem der Kühlschrank mir abgehen. Aber toi, toi, toi - der Strom funktioniert!!!!

Aber diese Erfahrungen mal keinen Strom zu haben oder wie jetzt kein Wasser zu haben sind schon sehr interessant, weil einem dann erst bewußt wird, wofür wir das alles brauchen und wie abhängig wir natürlich auch davon sind.

Aber das Problem mit dem Wasser ist natürlich, dass es vermutlich auch in den nächsten Tagen bis zu meiner Abreise hier kein Wasser geben wird. Und mall schaun wie´s mir in ein paar Tagen damit geht....

Vater Unser im Himmel.....

Der Himmel beginnt, wo die Erde aufhört.....

Der Himmel ist.....

in DIR.....

CoolHerz

 

"Halt an, der HIMMEL ist in DIR, suchst Du ihn anderswo,

Du fehlst ihn für und für." (Angelus Silesius)

the wonderfull arabian ocean ~~~~~
18. Mär, 2014
Es ist zuuuuuuu heiß, zu heiß, zu heiß......
Zwischen 12 und 16 Uhr sollte man das Haus am Besten nicht verlassen und ohne Ventilator geht sowieso gar nichts.

Ich freue mich schon auf die angenehmen Frühjahrstemperaturen in Deutschland.

Als ich heute gegen 14.00 Uhr nach hause kam - Hitze.... und es kam kein Wasser!!!! Da war ich nur froh über meinen KÜhlschrank (!!!!) und das wunderbar kalte Wasser zum Trinken und dann nichts wie ins Meer.... Das war tatsächlich eine schöne Abkühlung, obwohl das Meer hier auch ganz schön warm ist.

Was ich hier liebe ist mein kleines Häuschen unter den Kokuspalmen, das werde ich vermissen und Schnucki-Bärli, meinen süßen kleinen Hund.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen.

Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz

und frohlockt meine Zunge.

Du zeigst mir die Wege zum Leben,

Du erfüllst mich mit Freude vor Deinem Angesicht.

(Apostelgeschichte 2,25-28)

 

Diese Worte aus der Bibel beschreiben ganz wunderbar, meine Erfahrungen die ich auf meiner Pilgerreise durch Indien jetzt, aber auch schon die letzten male gemacht habe.

Gott ist gegenwärtig. Er begegnet mir in den Menschen, der Schöpfung, in den Ritualen...und auch in schwierigen Situationen oder Herausforderungen fühle ich mich stark und voller Gottvertrauen. Und so kann ich diese tiefe Freude und Dankbarkeit erleben, für all die Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, besonders natürlich mit Menschen hier aus diesem Land, unterschiedlichen Religionen, Freunde, Familien.... und dem Eintauchen in den spirituellen Reichtum dieses Landes und seiner alten Kultur und Traditionen....

Reich beschenkt werde ich schon bald meine Heimreise antreten,

um dort mit Gottvertrauen meinen Weg weiterzugehen

und Neues zu beginnen...

 

15. Mär, 2014
meine Pilgerreise hier in Indien neigt sich dem Ende zu. Nur noch zwei Wochen.... Ich bin dabei mich hier zu verabschieden, das Meer noch die letzten Tage besonders zu genießen und mich auf zuhause einzustimmen. Bin jetzt noch bis zum 28.3. hier in meinem Häuschen, dann fliege ich ab Trivandrum nach New Delhi und am 31.3. zurück nach München.
6. Mär, 2014
Seit ca. 1 Woche mache ich nun eine Ausbildung in ayurvedischer Massage. Ich liebe die ayurvedischen Massagen und bin völlig überzeugt davon, seit ich vor einigen Jahren dadurch an meiner Schulter geheilt wurde. Allerdings war ich mir nicht so sicher, ob das Massieren wirklich etwas für mich ist. Aber - ich bin überrascht und begeistert, dass man das wirklich lernen kann. Es macht mir richtig Spaß zu massieren. Ja, ich empfinge es wie eine Art Meditation oder sogar wie eine Symphonie. Es ist wie eine Musik - ein Fließen - in Harmonie. So lerne ich also im Moment ayurvedische Ganzkörpermassage und Gesichtsmassage und so wie es aussieht, ist das dann wohl auch mein Mitbringsel für euch. (allerdings nur für Frauen versteht sich)
4. Mär, 2014
EinsSein
3. Mär, 2014
was ist denn jetzt eigentlich Yoga?
hier eine kleine Einführung in die Grundlagen des Yoga...und was es mit EINSsein zu tun hat...
2. Mär, 2014
indische Philosophie...
meine Reise zum Vivekananda Rock und meine erneute Beschäftigung mit dem Vedanta hat mich jetzt dazu motiviert euch ein ganz klein wenig über Vedanta - den Ozean der Weisheit zu schreiben. Für mich ist diese Weisheitslehre eine absolute Bereicherung auf meinem spirituellen Weg und was mich wirklich fasziniert ist, dass ich die Bibel dadurch auf eine neue und tiefere Art verstehe. Ich lese gerade das Johannesevangelium und bin jeden Tag fasziniert von der Schönheit der Texte und ihrer Bedeutung für mein Leben und diese Welt.
28. Feb, 2014
Wieder in Varkala angekommen, ging es gestern gleich wieder weiter mit Shivaratri-Tempelfestival gleich bei mir um die Ecke auf der anderen Seite des Reisfeldes...
28. Feb, 2014
Im Anschluss an den Besuch in Kannyakumari habe ich Shiva einen befreundeten Yogalehrer in seiner Familie und Freunden in Rajapallayam, einer kleinen Stadt in Tamil Nadu besucht. Selbstverständlich habe ich das Zimmer bekommen und die Familie hat im Wohnzimmer auf dem Boden übernachtet. Jeden Morgen sind wir auf den Berg gestiegen, um dort im Tempel Yoga zu machen. Das Schönste war es für mich dort oben den Tag mit Taizé-Liedern und dem Quellentanz auf meiner Flöte zu beginnen. Sharananda, Shivas Tochter, war davon ganz angetan. Es waren schöne und intensive zwei Tage, die ich in Rajapallayam verbringen durfte.
28. Feb, 2014
am Samstag habe ich einen Ausflug gemacht nach Kannyakumari, dem südlichsten Punkt Indiens und habe dort den Vivekananda Rock besucht. Vivekananda ist einer der bedeutendsten indischen Philosophen und spirituellen Lehrer. 1893 startete er nach längerer Mediation in Kannyakumari zum Weltparlament der Religionen in Chicago und vertrat dort als Botschafter Indiens die Lehre des Vedanta.

Er hat die Haltung des Vedanta in folgendem Text, den ich sehr schön und wahr finde, wunderbar zum Ausdruck gebracht:

"Wie die vielen Flüsse, die ihre Quellen in verschiedenen Gebirgen haben und gewunden oder gerade dahinfließen, schließlich in den Ozean münden, so kommen die verschiedenen Bekenntnisse und Religionen, die mit unterschiedlichen Standpunkten beginnen und krumme oder gerade Wege einschlagen, schließlich alle zu DIR."
21. Feb, 2014
Inzwischen bin ich wieder in meinem Häuschen angelangt und genieße es. Habe den Tag heute mit Yoga begonnen, dann gab es Frühstück - Bananapancake mit Nutella & Ananas und jetzt gehe ich zum Strand.
Das Wetter war gestern mal etwas bewölkt, was sehr angenehm war - da habe ich mich am Abend gleich mal aufgemacht aufs Cliff, um dort zu Abend zu essen. Bei der Hitze, die wir hier haben (heute 37Grad), ist das sonst einfach zu heiß. Ich habe gestern sogar einen Regentropfen abbekommen, mein erster und einziger seit ich hier bin. Kälte hatte ich allerdings in Nordindien genug, ja sogar Schnee. Von Kälte ist hier im Süden allerdings nichts zu spüren. Als ich vor ein paar Tagen in Palakkad war, war es dort so heiß, dass einem selbst auf dem Motorrad noch ein heißes Lüftchen entgegen kam. Ich genieße jetzt noch die Wärme, die Kokosnuspalmen und den Strand bevor ich in einem Monat nach Deutschland zurückkehren werde.

Neben mir wohnt nun seit ca. 1 Woche eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern aus Tübingen und ich bekomme auch gleich Besuch zum Café von Silvia, ebenfalls aus Deutschland und ihrem Sohn Nandu. Klein ist die Welt!

Pongala in Trivandrum - Kochen für die Göttin und die Wichtigkeit des Kochens überhaupt

Heute am 16. Februar ist Pongala in Trivandrum - 5,5 Mill Frauen kochen in Trivandrum Reis als Opfergabe für die Göttin. Ich habe eigentlich nur davon erfahren, weil ich im Moment in einer Familie zu Gast bin und in allen Fernsehsendern wird von dieser Veranstaltung in Trivandrum berichtet. Die Frauen sind gestern Abend schon in Trivandrum angekommen und haben auf den Straßen übernachtet. Das Herdfeuer wird von einer Flamme im Tempel entzündet und von einer Feuerstelle zur nächsten weitergegeben. Ein großes Spektakel verbunden mit tiefem Gebet und Hingabe zu Devi, der Göttin. Das ist Indien - incredible!Herz

Ich bin gerade in Biju´s Familie in Palakkad, zuvor war ich in einer Familie in Cochin, in beiden Familien nehme ich war, was für eine zentrale Rolle das KOCHEN hier spielt. Die Frauen beginnen morgens um 6.30 Uhr das Essen für die Familie zu kochen. Meine Freundin Deepa hat mir gesagt wenn Sie nicht zur Arbeit gehen würde, wäre sie den ganzen Tag hier mit Kochen und Hausarbeit beschäftigt. Zum Frühstück gibt es z.B. Appam, Puthu, Dosa, Idlli, Idiappam, Adda oder Pathiri, dies sind Reisnudeln, verschiedene Arten von Pfannkuchen mit verschiedensten Chutneys.... Das Besondere ist, dass wirklich alles selbst gemacht wird aus Reis und Gemüse mit einfachsten Mitteln auf offenem Feuer oder Gas. Das Essen ist unheimlich vielfältig und es schmeckt wirklich lecker!! Die Mütter erfahren ganz viel Wertschätzung für die Liebe, mit der sie das Essen zubereiten. Herz In Sujith´s Familie war es klar, dass die Söhne zum Essen nach hause kommen. Und hier in Palakkad ist es klar, dass die Mutter morgen so früh aufstehen muss, um gleich auch das Mittagessen für den Sohn mit vorzubereiten, dasss er dann in die Schule mitnehmen kann. Weil es kein besseres Essen gibt als das, dass die Mama gekocht hat!!!

Morgen werde ich nun also auch um 6.30 Uhr aufstehen, um beim Kochen hier dabei zu sein.

7. Feb, 2014
Die Tempelfestivalzeit hat begonnen....
die letzten Tage hat man schon aufgrund der Musik aus den Lautsprechern und dem Geräusch von Feuerwerk annehmen können, dass Feste im Tempel stattfinden. Heute war ich nun zum erstenmal selbst dabei. Am Nachmittag schon bin ich einer Prozession mit Elefanten und allen möglichen Verkleidungen und Musik begegnet. Es hat etwas an einen Faschingsumzug erinnert. Am Abend war ich dann mit Ansar, einem Nachbarn von hier im Tempel. Die Elefanten waren festlich geschmückt und wirklich beeindruckend, es gab viele bunte Lichter und ein wunderbares Feuerwerk und das alles um Gott zu Ehren. Ein ganz wunderbares Spektakel.
ist das nicht ein süßes Kerlchen? mein neuer Freund - ein kleines Hündchen - ist mir zugelaufen - ich finde ihn soooo süß und er freut sich, wenn er etwas von meinem Reis abbekommt - und wenn am Abend jemand zu meinem Häuschen kommt, bellt er ganz brav, wie es sich für einen Hund eben gehört....ist wirklich drollig...besonders schön ist es auch der Hundefamilie beim Spielen und Herumtollen zuzusehen...
5. Feb, 2014
wie im Himmel....
vorhin kam ich von meiner Yogastunde zurück. Um 15.30 Uhr ghee ich zur Zeit immer in die Yogastunde beim Swamiji Govindananda. Er ist ein wunderbarer Yogalehrer und obwohl die Stunde durchaus anspruchsvoll war, bin ich danach innerlich völlig ruhig und ausgeglichen.Ein wunderbares Gefühl. Danach belohne ich mich immer mit einem Eisshake im Café del Mar mit Blick auf´s Meer. Gegen 17.30 Uhr beginnt sich die Sonne dann rot zu verfärben und man sieht einen roten Feuerball am Himmel über dem Meer. Zeit für mich, mich auf den Heimweg zu begeben, über das Cliff am Meer entlang bis nach Odayam. Da bin ich dann schon gemütliche 20 min unterwegs. Und ihr werdet es nicht glauben, obwohl es dann schon dunkel war, als ich hier ankam - ich war völlig nassgeschwitzt, weil es immer noch so warm ist. Nach dem Duschen habe ich mir dann einen Karotte-Papaya-Salat mit Pappadam gemacht. Das selber kochen macht mir echt Spaß. Anschließend gab´s die leckerste homemade Limonade der Welt. Ich bringe was davon nach Deutschland mit, damit ihr alle mal probieren könnt. Und dann habe ich mich noch etwas in meine Hängematte gelegt und dem Mond und den Sternen zugeschaut....
3. Feb, 2014
...zu all dem Glück kommt noch,....
dass ich hier in meinem Häuschen Internetzugang habe, dass es auf dem Cliff leckeren Vanilla-Mint Shake und frischen Fisch gibt und zu allem Überfluss habe ich täglich die Möglichkeit bei Swami Govindananda und Swami Tatvarupananda täglich etwas über indische Philosophie zu hören und eine Yogastunde zu besuchen. Besser geht es nicht! Es ist ein absoluter Glücksfall...

Seit 3 Wochen bin ich nun in Varkala/Odayam und seit genau 2 Wochen lebe ich nun in meinem kleinen Häuschen. Es ist ein Traum! Herz Absolut ruhig, unter Kokusnuspalmen, neben einem Reisfeld und nur max. 5 min vom Strand entfernt. Es ist nicht das erstemal, dass ich jetzt hier bin. Ich kenne die meisten Guesthouse Besitzer hier und auch die Jungs vom Cop-A-Cabanna Restaurant am Strand kennen mich seit mehreren Jahren. Es fühlt sich für mich daher sehr heimelig an hier zu sein. Und die Menschen sind alle sehr sehr nett, wieso ich mich auch völlig sicher fühle hier in meinem Häuschen, auch wenn es nachts ganz schön dunkel ist und ich abends ab 18.00 Uhr eine Taschenlampe brauche, um nach hause zu kommen. Das Beste ist, dass ich zum erstenmal eine Küche habe und eine Kühlschrank!!!!! Und ich genieße es, dass ich jetzt selber kochen kann. Morgens gibt es Bananenpfannkuchen mit Nutella, mit Wassermelone und Ananas.... Hin und wieder gehe ich natürlich auch zum Essen aufs Cliff, wo ich immer wieder Leute treffe. Meinen Flötenlehrer Venugopal, Silvia aus Deutschland, die hier seit Jahren lebt. Vor ein paar Tagen habe ich Atmajyoti getroffen, die Yogalehrerin bei der ich in Deutschland meine Yogalehrerprüfung gemacht habe. Oder ich habe Hannes getroffen, der in Penzberg lebt und den ich jetzt schon zum vierten mal hier in Varkala treffe. Das ist immer eine echte Überraschung. Wow

Zur Einweihung meines Häuschens habe ich GAbriele und Laurence eingeladen. Gabriele ist aus Weingarten und war zu der Zeit hier zu Besuch. Ich habe eine schöne Zeit mit ihr verbracht und wir haben viel Yoga zusammen gemacht und viel gelacht. Und Laurence kommt wie ich jedes Jahr hierher. Sie lebt in Ajaccio auf Korsika.

Jetzt ein paar Sätze zum Leben und den Menschen hier vor Ort:

Die Menschen hier in Odayam sind fast ausschließlich Muslime. Es gibt zwei Moscheen hier am Strand und mehrmals am Tag hört man den Muhizin. Allerdings muss man schon genau hinhören, um zu erkennen, dass es sich um einen muslimischen Gebetsruf handelt, denn auch von den Hindutempeln kommen ähnliche Klänge -und so gehört dies ganz selbstverständlich zum Alltag in Indien. Die Menschen in Odayam leben vorwiegend vom Fischfang und so sieht man jeden Morgen am Strand die Männer des Dorfes ihre Netze mit kleinen Booten ausfahren und dann gemeinsam einziehen. Es ist ein sehr interessantes Schauspiel jeden Tag hier am Strand. Für Touristen ist es absolut faszinierend zu sehen, mit welch einfachen Mitteln die Fischer hier arbeiten, was für Indien übrigens in allen Lebensbereichen typisch ist. Und die ganze Dorfgemeinschaft arbeitet zusammen. Auch dies ganz typisch hier. Die Menschen sind eingebunden in Familie, Großfamilie und Dorfgemeinschaft. Auch die Touristen sind eingeladen mitzuhelfen, die Netze an Land zu ziehen, was eine stundenlange Arbeit ist. Es freut mich sehr, dass trotz des Tourismus, das einfache Leben der Fischer hier weitergeht. Es sind zwei Welten und trotzdem geht beides gut zusammen. Besonders fasziniert mich die große Herzlichkeit und Toleranz der Menschen hier den Fremden gegenüber, die doch so ganz anders sind. Die Touristen mit Bikini am Strand und die einheimischen Frauen, die den Schal ihrer Saris über dem Kopf tragen . Diese Gegensätze scheinen kein Probem zu sein. Die Frauen und Kinder lächeln einem zu und winken freundlich, wenn man ihnen begegnet. Mit den Frauen kann man sich zwar kaum unterhalten, weil sie kaum englisch sprechen. Aber ein Lächeln in Indien sagt oft mehr als tausend Worte. Lächeln

Es freut mich, dass ich hier in Odayam muslimische Freunde habe und dass ich so hier erleben darf, dass auch einen offeneren Islam kennenlernen darf. Gott spielt auch hier, wie überall in Indien eine große Rolle. So ist es selbstverständlich, dass die Muslime hier mehrmals am Tag in die Moschee gehen. Für meinen Freund Muhadji ist es aber genauso klar, wie für mich, dass es nur einen Gott gibt....der in allen Religionen letztlich derselbe ist. Und nur so kann die Liebe Gottes und Friede in die Welt kommen....wenn wir die Anderen in ihrer Andersartigkeit voll respektieren. Und dafür muss ich ihn übrigens nicht den Koran studiert haben. Es ist eine Sprache der LIebe. Nur wenn ich den Menschen hier mit dem Herzen begegne, ist diese Form der Verständigung und des Respektes möglich. Irgendwie ganz einfach und doch oft so schwierig.

Omh Shanti, shalom, peace....

18. Jan, 2014
Seit ein paar Tagen bin ich jetzt in meinem geliebten Varkala angekommen, habe ein ganz schönes Zimmer mit Blick auf´s Meer. Morgen wollte ich eigentlich für eine Woche in einen Ashram gehen, doch jetzt habe ein kleines Häuschen gefunden mit einem Raum, Bad und Küche unter Kokosnusmpalmen, Bananenstauden, neben einem Reisfeld und unweit vom Meer - und da werde ich mich jetzt für die nächsten zwei Monate niederlassen. Mal schauen, wie das so ist....
12. Jan, 2014
Ich bin immer noch in Cochin, wo ich bis vor zwei Tagen in einer Hindufamilie gelebt habe, was sehr schön war. Ich wurde von der Familie liebevoll aufgenommen und die "Mama" hat mich mit leckerem homemade Kerala Food verwöhnt. Cochin ist eine wunderschöne Stadt in der Christen, Hindus, Jains und Moslems zusammen leben, was ich an Sylvester in diesem Jahr live erleben durfte. Aber ich muss sagen, zumindest im Moment fällt mir auf, dass es hier sehr sehr viele Christen gibt. Es ist schön zu sehen, dass das Christentum hier sehr lebendig ist. Vielleicht liegt es auch an der Weihnachtszeit, aber die Kirchen sind alle bunt beleuchtet. Als wir an der Küste entlang zum Strand gefahren sind, sind wir an so vielen Kirchen und Kapellen vorbeigefahren und in jeder zweiten Kirche fand gerade eine Messe statt oder Menschen war dort zum Gebet versammelt. An der Küste entlang leben sehr viele Fischer und Sujith hat mir gesagt, dass die meisten Christen sind. Hindutempel nehme ich im Moment hier kaum wahr, aber vermutlich ändert sich das Bild im Februar, wenn hier die großen Tempelfeste mit Feuerwerk und Elefanten stattfinden, ich bin gespannt. Die Moslems nehme ich auch nur am Rande wahr, denn sie leben hier in eigenen Vierteln zusammen.
5. Jan, 2014
Sylvester zu Gast in Sujiths Familie in Kerala
Seit Sylvester bin ich nun in Kochin in Kerala. Es ist Sommer hier, ich möchte mich ja nicht beklagen, aber es ist wirklich heiß hier. Die Sylvesterparty fand auf der Dachterasse statt. Wir habe viel getanzt und es war ein absolutes Kontrastprogramm zum Ashram. An Neujahr gab es einen Karnevalsumzug - crazy - und vorgestern war ich das erstemal am Strand. Kerala ist wirklich ein Traum.
5. Jan, 2014
Weihnachten im Ashram
Kurz vor Weihnachten bin ich dann im Ashram angekommen und in Südindien, in der Wärme und im Land der Kokusnusspalmen. Im Ashram habe ich in einer kleinen Hütte unter Kokusnuspalmen gewohnt, wo ich die Weihnachtszeit genießen konnte. Am Heiligen Abend gab es um 18.00 Uhr eine wirklich besondere Feier. Alle Besucher des Ashrams kamen in der Yogahalle zusammen.Jede/r hat eine Kerze bekommen und in die Mitte gestellt und dann gab es eine weihnachtliche Feier mit Lieder, Tänzen, Gedanken zu Weihnachten aus den unterschiedlichsten Kulturen. Ich habe mit allen den Quellentanz getranzt, neben Donna nobis pacem haben wir auch Laudate omnes gentes gesungen und zum Schluß Stille Nacht in den unterschiedlichen Sprachen und gemeinsam.Es war mal eine andere Art Weihnachten zu feiern.
21. Dez, 2013
Frohe Weihnachten und alles guten Wünsche für das Neue Jahr 2014
Ich werde heute das Märchenland Jaisalmer und die Wüste verlassen und mich auf meine Reise zu dem Ort machen, an dem ich in diesem Jahr Weihnachten feiern werde. Shantivanam, ein christlicher Ashram der durch Bede Griffith bekannt wurde. Bede Griffith kam in den 70-er Jahren als Benediktinermönch nach Indien und war wie ich beeindruckt vom Reichtum der indischen Spiritualität. Er war ein Pioneer in der Begegnung zwischen östlicher und westlicher Spiritualität und ist ein sehr interessanter Lehrer. Ich freue mich sehr, die Weihnachtszeit dort zu verbringen - auf dem Land, in ganz einfacher Umgebung, wo Reisende sonst nicht hinkommen.
Es wird eine lange Reise, zuerst eine Nacht mit dem Zug nach New Dehli. Morgen vielleicht ein paar Stunden Zeit in Dehli, am Abend mein Flug nach Chennai (Südindien), dann die Nacht auf dem Flughafen, am Morgen der Weiterflug nach Trichy und von dort geht es dann weiter mit dem Bus....Voraussichtlich werde ich am 23.12. am frühen Nachmittag dort ankommen. Da ich im Ashram vermutlich keinen Internetzugang haben werde, wünsche ich euch allen jetzt schonmal ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

Möge die Liebe Gottes eure Herzen hell machen und euch mit Freude, Frieden und Liebe erfüllten.
18. Dez, 2013
Camel Trophey
Die letzten zwei Tage war ich auf Camel Safari Tour in der Wüste Thar unterwegs. Da kommt mir meine Outdoor-Erfahrung zu Gute. Wir waren eine Gruppe von jungen Leuten aus 5 verschiedenen Kontinenten: Australien, USA, HongKong, Mexico, Europa und Indien. Darüber in Kürze mehr...
15. Dez, 2013
wie im Märchen von 1001 Nacht
Seit ein paar Tagen bin ich nun in Rajasthan. Jaiselmeer ist wie ein Märchen. Morgen gehe ich für zwei Tage auf Kamel-Safari in die Wüste. Nach 14 mal Indien das erste mal in Rajasthan - ich muss zugeben, dass es hier recht touristisch zugeht. Aber es ist auch mal schön, dieses Märchen hier mitzuerleben.
10. Dez, 2013
Varanasi ist absolut magic - heart & soul of India
Die indische Kultur ist hier völlig lebendig. Es gibt so viel zu schreiben von dieser Stadt, dem Fluss und den Begegnungen mit den Menschen hier, ich könnte ein Buch schreiben. Fluss des Lichts und des Lebens - es ist jeden Tag faszinierend, wer und was einem so begegnet. Der Tag beginnt hier mit dem Sonnenaufgang über dem Fluss - der rote Sonnenball, dessen Lichtstrahl einem am Morgen erreicht. Und die der sich später auflöst in vielen leuchtenden Sternen, die auf dem Wasser tanzen, wie abends die Kerzen. Der Tag beginnt und das Leben am Fluss. Menschen kommen, um ihr morgendliches Bad zu nehmen, zu Beten und zu medieren, Wäsche zu waschen, Zeitung zu lesen, Haare zu schneiden....Nach der Morgenmeditation liebe ich es zum Teeshop zu gehen, wo ein Baba Chai verkauft - es ist wie am Stachus dort, man begegnet den unterschiedlichsten Menschen und Tieren. Heute Morgen habe ich meinen ersten Chai mit drei Spaniern getrunken. Es wird viel Philosophiert und über den Sinn des Lebens nachgedacht. Anschließend habe ich Christoph aus Nizza getroffen und mich mit ihm ausgetauscht über das Leben. Er ist Buddhist und sieht das Leben mehr aus der Perspektive des Leidens, für mich ist das Leben vorallem ein Geschenk und ich sehe es als die Herausforderung, dankbar zu sein, für das, was wir haben oder nicht...., so hatten wir eine spannende Unterhaltung. Zum Frühstück habe ich mit mit Peter aus Wien getroffen, das ist immer recht lustig und jetzt muss ich gleich zurück, meine Kleider auf die Dachterasse zum Trocknen aufhängen und aufpassen, dass die Affen sie nicht mitnehmen...... Ja, die Tiere sind hier mindestens genauso faszinierend wie die Menschen, Kühe, Stiere, Hunde, Welpen, Ziegen, Zicklein, alle rennen hier frei herum und Du begegnest ihnen hier und dort. Was uns alle hier fasziniert ist zu sehen, wieviel Freiheit all dieses Tiere hier haben und dass die Menschen ihnen diese Freiheit lassen - das Zusammenleben von Menschen und Tiere...

Mein Guesthouses-Besitzer Sanjey unterrichtet mich gerne in indischer Philosophie, er hat mir schon einiges erzählt über Tempelism, Statuism und Shivaism, was mich natürlich sehr interessiert. Gestern habe ich Arjun, einen jungen Inder kennengelernt, der seit 8 Jahren in einer Höhle im Himalaya in der Nähe von Rishikesh lebt. Es ist immer wieder faszinierend, wer einem so alles begegnet und was der Tag so bringt - sehr, sehr spannend....

nicht immer nur einfach

Ich sitze gerade in der Lotus-Lounge und genieße es, habe mir einen Pfannkuchen mit Apfel und Zimt bestellt und einen Kaffee, so kann man das Leben genießen mit Blick auf den Ganges.

Es ist mir jetzt auch mal wichtig zu sagen, dass das Leben hier nicht immer leicht ist, auch nicht für mich. Wie man die Wirklichkeit hier wahrnimmt, hängt ganz stark von den Augen des Betrachters ab und man muss mit vielen Dingen erst klarkommen, um sich überhaupt freuen zu können und um dann diese wunderbaren Begegnungen mit den Menschen und der Kultur zu haben, wie ich sie habe. Die meisten Touristen, die mir begegnen lieben Indien. Ich bin aber auch einzelnen begegnet, die mit dem Land überhaupt nicht zurecht kommen und sich über alles ärgern.

Als ich im Goldenen Tempel war - völlig begeistert von dem Ort - habe ich mich an eine junge Frau aus Kolumbien erinnert, die überall ein Haar in der Suppe gefunden hat und auch vom Goldenen Tempel nichts positives berichten konnte. So stand ich also im Goldenen Tempel von der Schönheit und Heiligkeit dieses Ortes berührt und dachte an die junge Frau. Und mir wurde klar, wie wir doch manchmal so ablehnend sein können, dass selbst das Schönste uns nicht berühren kann. Nachdem ich den Tempel verlassen habe, bin ich in einem Coffee Shop zwei jungen Frauen aus Neuseeland begegnet. Sie erzählt mir, dass sie schon in so vielen Ländern dieser Welt unterwegs waren und nirgends haben sie sich so schwer getan, wie hier in Indien.

Ich schreibe dies, um deutlich zu machen, dass es schon auch eine Herausforderung sein kann hier unterwegs zu sein. Indien ist nicht irgend ein Land - Indien ist ANDERS. Dies bestätigen all die Menschen denen ich hier begegne aus Australien, USA, Argentinien, Frankreich, Polen, Israel, Japan.... Für alle ist Indien ganz ANDERS. Es ist dieses ANDERE, was mich an Indien fasziniert. Wenn man sich auf dieses ANDERE einläßt, kann man die Welt mit neuen Augen sehen. Aber wer dafür nicht offen ist, wird sich schwer tun mit den alltäglichen Herausforderungen hier klar zu kommen. Für mich ist Indien ein unglaublich reiches Land, trotz seiner Armut, trotz....

Jetzt esse ich aber meinen Pfannkuchen, trinke meinen Kaffee und genieße die Ruhe hier, weil in 10 min muss ich zur Flötenstunde. Ich lerne Basuri - klassische indische Flöte.

Adventliche Grüße aus Varanasi

Seit Sonntag - 1. Advent - bin ich jetzt in Varanasi, der heiligsten Stadt der Hindus ebenfalls am Ganges und es ist absolut magic hier: magic & crazy - und völlig anders als in Rishikesh. Varanasi ist eine der ältesten Städte der Welt und die indische Kultur ist hier ganz lebendig. Für mich ist Varanasi das kulturelle Zentrum Indiens und das spirituelle Herz dieses Landes - und Quelle des Lichts. Gestern Abend hatte ich das Glück, dass ich zusammen mit einem Freund aus Wien auf ein Boot eingeladen wurde. Auf dem Boot wurden 1000 Kerzen entzündet und wir haben sie in einem Ritual alle aufs Wasser gesetzt. Ich musste an die Nacht der Lichter denken und eine junge Frau hat mir erklärt. "The Ganga is GOD for us - or mother and with this candles we give blessing to GOD, but not only for us but for the whole world for peace and happiness."

Mit diesen Photos schicke ich euch etwas von diesem Segen, Frieden und Glück und wünsche euch eine besinnliche und erfüllte Adventszeit HerzCoolHerz

25. Nov, 2013
Ich bin jetzt doch länger hier als geplant, fühle mich sehr wohl hier. Habe einen sehr guten Yogalehrer gefunden, wo ich jetzt seit einigen Tagen jeden morgen hinpilgere. Der Fluss und die Bilder, die einem hier täglich begegnen sind einfach faszinierend und es ist gechillt, es gibt viel Touristen, die alle mehr oder weniger Yoga machen, viele Restaurants, Shops... Nach dem Yoga setze ich mich gerne noch an den Fluß zum meditieren oder um zu lesen. Ich habe in Rishikesh zwei christlich interreligiöse Ashrams entdeckt, was mich sehr gefreut hat und ich bin natürlich neugierig zu sehen, was die so machen und was sie bewegt. Beide basieren auf der Spiritualiät von Swami Abishiktananda, der vor genau 40 Jahren gestorben ist und Anfang Dezember gibt es daher ein besonderes Retreat hier. Ich werde diese Woche drei Tage in Aranya Kutir, einem der Ashrams verbringen. Heute war der erste Tag und es war interessant mich mit Atmayjoti auszutauschen, gemeinsam zu beten und zu meditieren. Sie stammt aus Australien und lebt hier seit einigen Jahren als Sannyasin (www.aranyakutir.org und www.ajatananda.org).
Am Samstag Abend werde ich dann weiterreisen nach Varanasi, wo ich am 1. Advent ankommen werde. Es wird dieses Jahr ein anderer Advent werden für mich, aber ich finde Varanasi paßt ganz gut. Die heilige Stadt am Ganges - für mich ist sie eine Quelle des Lichts in dieser Welt...
20. Nov, 2013
happy toes
Seit heute bin ich nach einer längeren Busreise wieder in Rishikesh angekommen - juhu!!!!! Sonne-Sommer.... and happy toes! Meine Füße freuen sich über die Sonne - keine Socken und Schuhe mehr. Die Stadt ist einfach faszinierend, die Leute, der Spirit - Freiheit, cocolate panecake, Internet.... Back home! Fühle mich hier echt sehr wohl und zuhause.
17. Nov, 2013
living in a fridge
Seit einigen Tagen bin ich nun wieder im Himalaya, in Solan bei Sanjeev, einem befreundeten Yogalehrer zu Gast. Leider ist es hier auch wieder etwas kalt.... Gestern war ich für 3 Stunden in der Wohnung, dann war es mir so kalt, dass wir Witze gemacht haben. "I´m living in a fridge...".
Sanjeev hat hier eine Theatergruppe mit jungen Leuten und ich muss jetzt unbedingt bis morgen bleiben, weil morgen ein Auftritt ist. Danach geht es zurück nach Rishikesh - wieder zurück in die Sonne. Heute haben wir mit der Theatergruppe einen schönen Ausflug gemacht ins Happy Valley - ins Tal des Glücks.

Für die meisten Inder ist die Anwesenheit des Göttlichen im Alltag eine unbestrittene Tatsache, so steht es am Anfang meines Reiseführers. Und dies ist wohl auch der Grund, warum ich dieses Land so liebe.

Aber eigentlich ist es noch viel mehr. Es gibt hier so viele HEILIGE ORTE, unglaublich. Meine erste Station war Rishikesh am Ganges, dem heiligen Fluß der Hidus und ein Ort, an dem sich seit tausenden von Jahren Sannyasins leben, vorallem Männer, die ohne Geld und jeglichen materiellen Besitz einzig für Gott leben. Rishikesh ist auch die weltberühmteste Stadt des Yoga – Einssein mit sich, der Welt und Gott.

Von Rishikesh aus bin ich 15 Stunden mit dem Bus nach Nordwesten gereist, nach Dharamsala im Himalaya. Dharamsala oder besser gesagt Mc Leon Ganj ist der Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung hier in Indien. Es leben viele Buddhisten aus Tibet hier und man sieht überall auch in den Bergen tibetische Gebetsfahnen neben Shiva Tempeln. …………

AMRITSAR – GOLDENER TEMPEL, der größte Heiligtum der SIKHS

Und seit zwei Tagen bin ich nun in Amritsar im Punjab und habe hier ganz viel Zeit im Goldenen Tempel verbracht, dem größten Heiligtum der Sikhs. Unglaublich!!!! Ich bin völlig begeistert. Der Tempel besitzt eine Schönheit, man kann sich gar nicht satt sehen. Von allen Seiten und zu allen Tageszeiten ist es faszinierend und lädt zum Staunen ein. Besonders ist auch der Tempelsee in dem der Goldene Tempel ruht, es ist aber auch die Atmosphäre. Der Raum – die Luft ist erfüllt von heiligen Gesängen. Den ganzen Tag über wird aus dem Heiligen Buch der Sikhs vorgelesen. Und besonders ist es auch, die vielen unterschiedlichen Menschen zu beobachten. Insgesamt herrscht hier eine sehr spirituelle Atmosphäre. Man sieht viele Männer ein Bad nehmen in dem wunderbaren Wasser. Menschen die sich verneigen, die Hände falten – beten. Jeder, der den Tempel betritt, muss die Schuhe am Eingang abgeben. Man geht durch ein Wasserbecken, wo die Füße gereinigt werden und betritt so den Tempel mit Kopfbedeckung. Bei den Sikhs tragen die Männer einen Turban, der Würde ausdrücken soll und alle anderen Männer bekommen ein Tuch am Eingang überreicht. Die Frauen bedecken ihren Kopf mit dem Schal der Saris oder Panjavis. Auch die Frauen sind wunderbar anzuschauen mit ihren Saris in den unterschiedlichsten leutenden Farben und teilweise glitzend. Doch hier faszinieren mich vorallem die Männer mit ihren orange, pink, lila… Kopfbedeckungen, langen oft grauen Bärten, langen Gewändern und Säbeln.

Den Sikhismus als Religion gibt es wohl erst ca. 500 Jahre. Die Religion ist aus dem Hinduismus entstanden und mir wurde gesagt, dass die Besonderheit darin besteht, dass das Kastensystem abgeschafft wurde und es gibt keine Götterbilder. Die Sikhs glauben, dass es nur einen Gott für alle Menschen aller Religionen gibt. Daher sind auch alle Menschen in den Tempel eingeladen und zugelassen. Es gibt 4 Eingangtore, was symbolisieren soll, dass Menschen aus allen Himmelsrichtungen und allen Teilen der Erde eingeladen sind.

Was mich auch besonders fasziniert hat im Tempel war, die Speisung der 10.000. Jede/r, der den Tempel besucht bekommt dort kostenlos Essen und indischen Chai. Alle Menschen aller Kasten und Religionen essen dort gemeinsam und es werden täglich 10.000 Menschen mit Essen versorgt. Das ist wirklich faszinierend zu sehen. Und auch das Essen findet in einer spirituellen Atmosphäre statt. Am Eingang steht – es ist Gott selbst der bedient und der das Essen spendet. Und wenn man dann den Essensraum verlässt, wird einem zuerst der Löffel abgenommen, dann der Teller – und man sieht den Teller in eine Waschkette aus vielen hunderten von Menschen verschwinden, die das Geschirr waschen und gegenüber sieht man Menschen sitzen und Gemüse schneiden und Knoblauch schälen. Man hat den Eindruck, alle helfen mit, dass das gelingt. Sehr sehr faszinierend und es gibt auch ein großes Gebäude mit Unterkünften für die Pilger. Auch die Übernachtung ist auf Spendenbasis. Mir selbst waren die Sammelunterkünfte im Tempel dann doch etwas zu spartanisch und ich freue mich über meine Hotelzimmer, aber ich finde es trotzdem toll, dass es diese Möglichkeit für Pilger gibt. Und täglich kommen eben 10.000de. Ich freue mich sehr, dass ich hierher gekommen bin, auch wenn ich nur zwei Tage bleibe und morgen nach einem letzten Bad im Tempelsee weiterreisen werde. Die Eindrücke, die ich hier bekommen habe, werde ich im Herzen mitnehmen. Es ist auf alle Fälle einer der beeindruckendsten Orte, die ich in Indien bisher gesehen habe und die Erfahrung ermutigt mich, neue Ort aufzusuchen. Es war eigentlich mehr zufällig, dass ich hierher kam und ich habe eine lärmende und schmutzige Stadt erwartet. Ich bin völlig begeistert!!!!

 

nach meiner Bergtour auf nach Triund habe ich in Dharamsala, der Stadt des Dalei Lama und dem Sitz der Tibetischen Exilregierung noch an einen 3-tägigen Kurs - Einführung in den tibetischen Buddhismus teilgenommen. So konnte ich einen kleinen Einblick in die Buddhistische Philosophie bekommen. War sehr interessant. Mir wurde dabei klar, dass es die indische Philosophie ist, die mich reizt und wo ich mehr verstehen möchte. Die buddhistische Philosophie ist ein kleiner Teil davon.
3. Nov, 2013
welcome to Himalaya
Inzwischen bin ich in Dharamsala im Himalaya angekommen. Es ist der Ort, wo der Dalai Lama sein Exil gefunden hat und der Ort der Tibetischen Exilregierung. Am meisten faszinieren mich die Berge. Ich habe ein wunderschönes Zimmer in einem kleinen Dorf - Dharamkot - bei einer netten Familie gefunden. Gestern morgen habe ich mein Zimmer Tempel of light getauft, weil ich jeden morgen mit Sonnenschein geweckt werde, was wirklich sehr schön ist und gut zu DIVALI paßt. Heute ist nämlich DIVALI in Indien - das Fest des LICHTES und sobald die Sonne untergeht wird es überall ein Feuerwerk geben. Ein paar Gedanken dazu findet ihr unter come-sit and enjoy... Ja, gleich am ersten Tag habe ich mich auf den Weg gemacht in die Berge. Ach ja, hier beginnt jetzt der Winter, allerdings blühen gleichzeitig japanische Kirschen hier, was alles eher wie Frühling aussehen läßt. Beim ersten Teeshop bin ich gleich Scott begegnet, einem Canadier, den ich von Rishikesh her kenne und so sind wir gemeinsam auf den Berg gestiegen. Nach einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass der Wald hier aus Rhododendron besteht und mir wurde gesagt, dass im April der ganze Hang rot ist voller Blüten - unverstellbar - und dass die Menschen hier auch die Blüten essen bzw. das Essen mit ihnen verzieren und würzen.

Jetzt muss ich leider aufhören, weil es wird dunkel und ich muss mich auf den Heimweg machen, weil sicher gleich das Feuerwerk beginnt.
23. Okt, 2013
Ich werde heute umziehen, näher zum Ashram in ein schönes ruhiges Guesthouse im Ort. Da es dort kaum Touristen gibt, wird es wohl auch kein Internet geben. Ich gehe eine Zeit in Stille....Silence....
22. Okt, 2013
Ich habe jetzt einen Yoga-Ashram gefunden, der mir sehr gut gefällt. Heute Morgen war ich um 6.00 Uhr in der Yogastunde - es war total voll mit ca. 40-50 Leuten. Aber es ist auch wirklich ein ganz schöner Ort und etwas Besonderes eie Yogastunde bei einem Yogameister zu bekommen. Der Ashram heißt Anand Prakash Yoga Ashram. Ihr könnt ihn euch anschauenen unter www.anandprakashashram.com
So werde ich also doch noch eine Weile hierbleiben.

~~~~NAMASTE~~~~
21. Okt, 2013
Und man trifft hier interessante Leute aus aller Welt. Gerade habe ich zwei Frauen aus Amerika wiedergetroffen, die ich gestern beim Arati (Lichtzeremonie) kennengelernt haben, sie gehen jetzt in einen Yoga-Ashram und wir treffen uns heute Abend zum Yoga und Abendessen. Heute morgen habe ich mich nach der Meditation länger mit Michel aus Canada unterhalten. Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Mann aus Kolumbien, mit zwei Männern aus England, einer Frau aus Scottland und zu Beginn habe ich ein Pärchen aus England kennengelernt, die die letzten 7 Jahre auf Ibiza gelebt haben. Alle sind hier auf einer spirituellen Reise oder Suche.... Es ist interessant mitzubekommen, was die Menschen so bewegt, welche Wege sie bisher so eingeschlagen haben und wo sie jetzt stehen.... Eins ist klar, wir sind alle eins.... Die meisten sind auch für eine längere Zeit hier in Indien unterwgs. Interessant war auch, dass ich zu Beginn gleich zweimal gefragt wurde, ob ich aus Israel stamme. Das ist neu, aber zum einen sind sehr viele Israelis hier und wenn ich mich so umschaue muss ich feststellen, dass es da wirklich Ähnlichkeiten gibt. Sehr interessant!!!
Arati - Lichtzeremonie jeden Abend nach Sonnenuntergang * zum einen wird Ganga (Gott) geehrt, zum anderen nimmt man das Licht zu sich und hüllt sich selbst in Licht, denn... das LICHT vertreibt jede Finsternis....
20. Okt, 2013
Ich sitze gerade in meinem Swiss Garden Restaurant beim Frühstück im Hintergrund läuft Om mane padme um - und soeben ist eine ganze Affenfamilie oder besser gesagt Sippe hier vorbeigezogen.....ansonsten ist alles sehr friedlich, ruhig und angenehm warm. Nachher gehe ich zum Ganges, wo ich gestern schon ein Bad genommen habe in diesem wunderbar klaren und erfrischend kühlen Wasser. Am Abend möchte ich ein Konzert besuchen...und ich habe den Tag heute mit Meditation und Yoga auf der Dachterasse meines Guesthouses mit Blick auf den Ganges begonnen. Liebe Grüße!!!!

Rishikesh - spiritueller Ort am Ganges am Fuße des Himalaya

Nach 2 Tagen in Delhi, einer verrückten Stadt mit viel zuviel Lärm und Chaos, viel Armut und extremer Reichtum und alles ganz nah beieinander - war ich sehr froh, als ich im Zug nach Rishikesh saß. Meine Gastfamilie in Delhi hat sich sehr herzlich um mich gekümmert, allerdings hatte ich keinerlei Möglichkeit mich frei zu bewegen, weil scheinbar alles gefährlich für mich war und ich daher das Auto bzw. das Haus nicht verlassen durfte (sollte). So bin ich sehr froh hier zu sein. Und ich fühle mich völlig frei und sicher und alles ist spannend. Mir ist der Film "Exit Marakkesh" eingefallen, den ich übrigens sehr empfehlen kann. Natürlich ist das in Indien unterwegs sein mit Gefahren verbunden, aber wenn man sich nicht unter die Menschen und ins Leben stürzt kann man keine Erfahrungen machen in diesem Land. Wenn man sich allerdings traut sich dem Leben hier zu stellen, dass ist alles hier sehr faszinierend.

Nach einer längeren Reise mit Zug und Rikscha bin ich dann am Mittwoch, 15.Oktober hier in Rishikesh angekommen. Ich es ist wirklich wunderbar hier. Ich bin in Seemas´ Gueshouse gelandet und fühle mich hier sehr zuhause. CoolHabe ich schon gesagt, dass es so wunderbar warm ist, man braucht keine Socken und muss sich keine Gedanken machen bezüglich Jacke oder Pullover am Abend. Im Moment sitze ich im Swiss Cottage Garden Restaurant, es ist völlig ruhig hier, grün, es gibt verschiedene Tiere, vorallem auch wunderbar große Schmetterlinge und zum Glück sind hier ausnahmsweise keine Affen. Man kann sich hier wirklich wohl fühlen, es ist wie Urlaub, eine wunderbare Atmosphäre.... Und das Beste hier in Rishikesh - es ist ein tief spiritueller OrtCool. Und so war ich fasziniert, als ich das erste mal zum Ganges kam. Ein wunderbarer Fluß und hier kann man auch wirklich gut baden (in Kleidern vesteht sich). Und was das besondere ist - der Ganges ist ein heiliger Fluß - und meiner Meinung nach ist der Ganges nicht heiliger als die Isar, weil auch die Isar ist ein heiliger Fluß. Der Unterschied ist, dass hier alle wissen, dass dieser Fluß heilig ist und sich auch so verhalten. Es gibt sicher tausende von Tempeln, es gibt eine Göttin die Ganga, es gibt tausende Swamis (Mönchen), Saddhus  und Menschen in weißen Gewändern. Es gibt viele Ashrams, Yoga und Mediation überall. Das Leben hier ist ganz klar spirituell ausgerichtet. Auch die Musik die im Hintergrund in mein Ohr klingt ist entspannend. Es ist ein sehr friedlicher und mystischer Ort und es gibt hier so viel zu entdecken, dass ich im Moment nicht das Bedürfnis habe woanders hinzugehen, sondern mir Zeit zu nehmen, diesen Ort mehr zu erfassen, zu genießen, zu lernen...

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sujith jango | Antwort 12.06.2014 11.02

Hoooooo andruuuuuuuu its very wonderful very wonderful........

Claudia | Antwort 31.03.2014 19.25

Liebe Andrea,
es ist immer wieder schön, Deinen Blog zu lesen.
Wünsche Dir eine gute Heimreise und ein gutes Ankommen in Deutschland- der Frühling erwartet Dich

Luise | Antwort 28.03.2014 20.16

Liebe Andrea,

ich wünsche dir eine gute Heimreise und dass wir uns bald wiedersehen. Danke, dass ich mit übers Web an deiner Pilgerreise teilnhaben konnte!

Peter Meisel | Antwort 24.03.2014 23.08

Liebe Grüße - wir freuen uns schon, wenn Du wieder kommst. Vielleicht treffen wir uns dann ja einmal?

Stefan | Antwort 14.03.2014 15.52

Liebe Andrea Ich hoffe Du hast weiterhin eine tolle Zeit in Indien und gute Erlebnisse. Im Taize Gebet sind ja viele mit Dir verbunden.
Alles Gute Stefan

Luise | Antwort 12.03.2014 13.32

Liee Andrea,
ich freue mich auf deine Rückkunft und auch auf die verspr. Massage. Soll ich mir übrigens die zwte. Pfingswoche wieder für Taize reservieren? L.

Nicola | Antwort 31.01.2014 22.07

Liebe Andrea,
auch ich lese immer wieder ueber dein erfuellendes, spannendes Leben in Indien...deine Berichte geben mir sehr viel. ich entdecke bald Israel)

stefan | Antwort 28.12.2013 18.49

Liebe Andrea,
hoffe du hattest eine schöne weihnacht im ashram. alles gute für deine weiterreise und einen schönen jahreswechsel !

Kerstin | Antwort 18.12.2013 11.16

Liebe Andrea, ich verfolge Deine Reise mit viel Interesse und freue mich, dass es Dir gut geht. Liebe Grüsse!

annika .a | Antwort 14.12.2013 00.59

Liebe Andrea ,du bist so glücklich ,ich habe meine liebe gefunden für immer,
mach wieder so auf deiner großen reise

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Neueste Kommentare

13.09 | 23:44

Liebe Andrea

Durch deine Texte fühle ich ein Ankommen in mir - ein Ankommen
in mein Herz - in meinen Urgrund - in die Tiefe meines Herzens

Carola Waldvogel :-

...
10.08 | 16:13

Liebe Andrea!
Deine Worte wirken! Schon beim Durchlesen macht sich eine "Herr"liche Ruhe in mir breit.
Danke, Marion

...
12.06 | 11:02

Hoooooo andruuuuuuuu its very wonderful very wonderful........

...
12.06 | 10:42

U r great andreaaaaaaa. .

...
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