Körper-Geist und Seele im Einklang

YOGA

Ich möchte hier eine kurze Einführung und einen Überblick geben, was Yoga überhaupt ist.

Das Wort Yoga kommt aus dem Sanskrit (Yog) und bedeutet EINHEIT.

Ziel des Yoga ist es in Einheit zu sein mit dem individuellen SELBST und dem kosmischen Selbst (GOTT).

Einheit mit dem individuellen Selbst bedeutet  Harmonie von Körper, Geist und Seele. Es bedeutet auch mit seinem SELBST in Kontakt zu sein, sich selbst zu spüren, den Körper, aber auch die Lebensenergie und Lebenskraft und das ganze Sein.

Mir fällt dazu die Bibelstelle ein: „liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst.“

Dafür müssen wir aber zuerst unser SELBST kennen und lieben. Oft spüren wir uns gar nicht und wir sind nicht verbunden mit uns, leben so dahin und lassen uns von äußeren Bedingungen bestimmen. In Einheit mit unserem individuellen SELBST zu sein, bedeutet – in der eigenen Mitte sein, bei sich selbst zuhause. Die ist ein ständiger Übungsweg.

Der zweite Schritt ist die Einheit des individuellen SELBST mit dem kosmischen SELBST, was wir GOTT nennen. Hier geht es darum die Verbundenheit  zwischen mir und Gott zu erfahren. Verbunden zu sein mit der gesamten Schöpfung und dem Schöpfer. In allem und jedem Gott begegnen.

"Ich und der Vater sind eins." (Joh 10,30)

"Alle sollen eins sein; wie Du Vater in mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in uns sein." (Joh 17,21)

Lächeln

Was bedeutet Yoga nun konkret?

Bei uns im Westen stellt sich jeder Körperübungen bzw. eine Art von Gymnastik vor, wenn man von Yoga spricht. In Indien stellt man sich unter einem Yogi vorallem jemanden vor, der meditiert.

Die Yoga-Schriften sind die Yoga-Sutras von Patanjali und die Bhagavad Gita.

Tatsächlich gibt es vier Yoga-Wege, die alle zu diesem letztendlichen Ziel der Einheit mit Gott führen:

  1. Bhakti-Yoga
  2. Karma Yoga
  3. Raja Yoga
  4. Jnana Yoga

BHAKTI YOGA ist der Weg der Hingabe zu Gott. Zu Bhakti gehört also z.B. jede Form von Gebet, Gottesdienst, Rituale, Puja, Ikonen, Bilder, Räucherstäbchen, Weihrauch, Lieder, Lobpreis etc.

Ein zweiter Weg ist KARMA YOGA. Dies hängt auch ganz stark mit dem Bhakti zusammen. Karma Yoga heißt selbstloser Dienst. Im Tun Gott verwirklichen. Einen Dienst in Liebe tun ohne dafür etwas zu erwarten. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Arbeitsdienst in Taizé. Jede/r hilft mit, damit das Ganze gelingen kann. Besonders ist dabei, dass wir Arbeiten in Liebe verrichten lernen, die wir eigentlich nicht gerne tun bzw. die niemand gerne tut, wie Toilette putzen…

Ein dritter Weg ist das RAJA-YOGA, der WEG der MEDITATION. Dies ist der Weg, den wir mit Körperübungen (Asanas) verbinden. Als erstes geht es dabei um eine innere Einstellung Yamas und Niyamas.

a)      YAMAS sind Verbote/Einschränkungen:

  • Ahimsa – niemanden verletzen/Gewaltlosigkeit
  • Satya – Wahrhaftigkeit, nicht lügen
  • Brahmacharya – Keuschheit, Reduzierung der sexuellen Energie
  • Asteya – nicht stehlen, kein Neid oder Habgier
  • Aparigraha – nicht annehmen von Geschenken/Bestechungen

 b)      NIYAMAS sind Gebote/Verhaltensregeln

  • Saucha – innere und äußere Reinheit
  • Santosha – Zufriedenheit
  • Tapas – Askese
  • Swadhyaya – Studium religiöser Schriften
  • Ishwarapranidhana – Verehrung Gottes, Unterwerfung des Ego

Dann folgen:

c)       ASANAS – gehaltene Körperungen

d)      Pranayama – Atemübungen/Kontrolle der Lebensenergie

e)      Pratyahara – zurückziehen der Sinne

f)       Dharana – Konzentration

g)      Dhyana – Meditation

h)      Samadhi – überbewußter transzendierter Zustand der Einheit (jenseits von Zeit, Raum, Kausalität)

Der vierte Yogaweg ist der JNANA YOGA, der Weg der Erkenntnis.

„Der Janana-Yogi erkennt, das GOTT (Brahman) das Leben seines Lebens, die Seele seiner Seele ist. Er fühlt und weiß, dass GOTT in ihm wohnt. Durch intensive Meditation taucht er in die verborgenen Winkel seines Herzens und findet die köstliche Perle ATMA, einen wundervollen Schatz der viel wertvoller ist als der gesamte Reichttum der Welt.“ (aus: Die Botschaft Swami Sivanandas, S.45)

Jnana ist nicht mit dem Verstand allein zu verwirklichen, nicht durch intellektuelles Beipflichten. Es ist die direkte Verwirklichung des Einsseins oder der Vereinigung mit dem höchsten Wesen. (ebenda)

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In der Bhagavad Gita wird der Weg des Bhakti und Karma Yoga als Weg beschrieben, den jeder gehen kann und der sicher zum Ziel führt. Auch der Weg des Jnana Yoga wird dort beschrieben, nur wenige können diesen direkten Weg gehen. Es ist mit Gnade verbunden und man kann den Weg des Jnana Yoga nicht ohne Bhakti und Karma Yoga verwirklichen.

Yoga ist nicht an eine Religion gebunden, ist unabhängig von jeder Religion. Auf meine Nachfrage hin hat mir mein Bhagavad Gita Lehrer gesagt, dass es für einen Christen die erste Pflicht ist die Bibel zu lesen. Die anderen Schriften können darüber hinaus hilfreich sein und man kann sich daraus nehmen, was einem dient, die Wahrheit besser zu verstehen.

Omh shanti, Omh Frieden, Frieden, Frieden

HerzCoolHerz

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Neueste Kommentare

13.09 | 23:44

Liebe Andrea

Durch deine Texte fühle ich ein Ankommen in mir - ein Ankommen
in mein Herz - in meinen Urgrund - in die Tiefe meines Herzens

Carola Waldvogel :-

...
10.08 | 16:13

Liebe Andrea!
Deine Worte wirken! Schon beim Durchlesen macht sich eine "Herr"liche Ruhe in mir breit.
Danke, Marion

...
12.06 | 11:02

Hoooooo andruuuuuuuu its very wonderful very wonderful........

...
12.06 | 10:42

U r great andreaaaaaaa. .

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